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FREI

Fiktionen

Erzählungen 1939 - 1944

von Borges, Jorge Luis   (Autor)

Die Erzählungen geben vor, Sachtexte zu sein, fantastische Gedankenspiele, die eine irreale Grundannahme mit äußerster Präzision verfolgen. Die Fiktionen sind künstliche Realitäten ohne epische Ausgestaltung, ohne breite Schilderung, karg und exakt formuliert. Borges erfindet, wie in Tlön, Uqbar, Orbis Tertius, ganze Welten und gibt ihnen den Anstrich des Tatsächlichen, indem er sein >>Wissen<< als Lexikonartikel oder Bibliografie verkleidet. Er ersinnt Autoren mitsamt fiktiven Büchern wie in Untersuchung des Werks von Herbert Quain und Pierre Menard, den Autor des >>Quijote<<. Das labyrinthische Denkmodell, in dem Erzählen und Zeit identisch scheinen, prägt u. a. die verschachtelte Geschichte Der Garten der Pfade, die sich verzweigen. Was wäre, wenn die Zeit nicht linear, sondern vielfach verflochten wäre, wenn man sie subjektiv anhalten könnte? Das geheime Wunder berichtet von einem Schriftsteller, dem in der Sekunde seiner Hinrichtung von Gott das Jahr geschenkt wird, das er für die Vollendung eines Dramas erbeten hat. Geradezu besessen ist Borges von George Berkeleys (1685-1753) These, das Sein basiere ganz auf dem Bewusstsein (eines anderen). Daraus erklärt sich die Pointe von Die kreisförmigen Ruinen, deren Protagonist einen Menschen erträumen will, aber selbst Traum eines mächtigeren Subjekts ist. Hinzu kommen spannende Spekulationen zwischen Mythologie, Philosophie und Religion. Borges schafft Metaliteratur, nennt Kollegen und sich selbst explizit; die Erzählerinstanz, wie sie die Philologie systematisch entwickelte, wird spielerisch in Frage gestellt.

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Produktbeschreibung

Die Erzählungen geben vor, Sachtexte zu sein, fantastische Gedankenspiele,
die eine irreale Grundannahme mit äußerster Präzision verfolgen. Die Fiktionen
sind künstliche Realitäten ohne epische Ausgestaltung, ohne breite Schilderung,
karg und exakt formuliert. Borges erfindet, wie in Tlön, Uqbar, Orbis Tertius,
ganze Welten und gibt ihnen den Anstrich des Tatsächlichen, indem er sein
>>Wissen<< als Lexikonartikel oder Bibliografie verkleidet. Er ersinnt
Autoren mitsamt fiktiven Büchern wie in Untersuchung des Werks von Herbert
Quain und Pierre Menard, den Autor des >>Quijote<<. Das labyrinthische
Denkmodell, in dem Erzählen und Zeit identisch scheinen, prägt u. a. die
verschachtelte Geschichte Der Garten der Pfade, die sich verzweigen. Was
wäre, wenn die Zeit nicht linear, sondern vielfach verflochten wäre, wenn
man sie subjektiv anhalten könnte? Das geheime Wunder berichtet von einem
Schriftsteller, dem in der Sekunde seiner Hinrichtung von Gott das Jahr
geschenkt wird, das er für die Vollendung eines Dramas erbeten hat. Geradezu
besessen ist Borges von George Berkeleys (1685-1753) These, das Sein basiere
ganz auf dem Bewusstsein (eines anderen). Daraus erklärt sich die Pointe
von Die kreisförmigen Ruinen, deren Protagonist einen Menschen erträumen
will, aber selbst Traum eines mächtigeren Subjekts ist. Hinzu kommen spannende
Spekulationen zwischen Mythologie, Philosophie und Religion. Borges schafft
Metaliteratur, nennt Kollegen und sich selbst explizit; die Erzählerinstanz,
wie sie die Philologie systematisch entwickelte, wird spielerisch in Frage
gestellt. 

Inhaltsverzeichnis

Der Garten der Pfade, die sich verzweigen. Kunststücke. Anhang. Editorische Notiz. Anmerkungen 

Autoreninfo

Jorge Luis Borges, 1899 in Buenos Aires geboren, gründete schon als junger Mann mit Freunden zusammen literarische Zeitschriften. Sein erster Gedichtband erschien 1923. Von 1950 bis 1953 war er Präsident des argentinischen Schriftstellerverbands und von 1955 bis 1973 Direktor der Nationalbibliothek von Buenos Aires. 1961 erhielt er, zusammen mit Beckett, den Internationalen Literaturpreis Formentor, dem bis zu seinem Tod 1986 in Buenos Aires zahlreiche internationale Ehrungen folgten. Kaum ein Schriftsteller des 20. Jahrhunderts hat so viele andere Autoren beeinflusst wie Borges.
Jorge Louis Borges begann früh zu schreiben - Essays, Gedichte, Erzählungen. Er unternahm viele Reisen und lernte Englisch, Frazösisch, Deutsch und Latein. 

Mehr vom Verlag:

FISCHER Taschenbuch

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Mehr vom Autor:

Borges, Jorge Luis

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 192
Sprache: Deutsch
Erschienen: Januar 2012
Auflage: N.-A.
Sonstiges: .1001780
Originaltitel: Obras Completas
Maße: 190 x 118 mm
Gewicht: 188 g
ISBN-10: 3596105811
ISBN-13: 9783596105816

Bestell-Nr.: 31081 
Libri-Verkaufsrang (LVR): 36797
Libri-Relevanz: 14 (max 9.999)
 

LIBRI: 4769023
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LIBRI-VK: 11,00 €
Libri-STOCK: 6
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UVP: 0 
Warengruppe: 21110 

KNO: 04453508
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KNV-STOCK: 19

KNO-SAMMLUNG: Fischer Taschenbücher Bd.10581
KNOABBVERMERK: 15. Aufl. 2011. 192 S. 190 mm
KNOSONSTTEXT: .1001780
KNOMITARBEITER: Übersetzung: Horst, Karl August; Luchting, Wolfgang; Haefs, Gisbert
Einband: Kartoniert
Auflage: N.-A.
Sprache: Deutsch

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