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Kino 2. Das Zeit-Bild

(Tb)

von Deleuze, Gilles   (Autor)

"Im ersten Band seiner Untersuchung hatte Deleuze das Bewegungs-Bild betrachtet, das nur ein indirektes Bild der Zeit gibt: die Zeit entsteht durch Sukzession, durch das Vorher und Nachher der Bewegungen, zusammengehalten durch ein sensomotorisches Band, ablesbar an der Technik der Montage. Das Zeit-Bild hebt das Bewegungs-Bild nicht auf, es befreit nur die Zeit aus ihrer Abhängigkeit von der Bewegung. Die Zeit ist nicht mehr das bloße Derivat der Bewegung, sie wird vielmehr unmittelbar dargestellt. Die Akteure agieren nicht mehr, die Handlung bleibt in der Schwebe, und in das Intervall bricht die Zeit ein; die Personen bewegen sich scheinbar ziellos durch rätselhafte Räume, sehen und hören, erinnern sich oder unterliegen Erinnerungstäuschungen."

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Produktbeschreibung

"Im ersten Band seiner Untersuchung hatte Deleuze das Bewegungs-Bild betrachtet, das nur ein indirektes Bild der Zeit gibt: die Zeit entsteht durch Sukzession, durch das Vorher und Nachher der Bewegungen, zusammengehalten durch ein sensomotorisches Band, ablesbar an der Technik der Montage. Das Zeit-Bild hebt das Bewegungs-Bild nicht auf, es befreit nur die Zeit aus ihrer Abhängigkeit von der Bewegung. Die Zeit ist nicht mehr das bloße Derivat der Bewegung, sie wird vielmehr unmittelbar dargestellt. Die Akteure agieren nicht mehr, die Handlung bleibt in der Schwebe, und in das Intervall bricht die Zeit ein; die Personen bewegen sich scheinbar ziellos durch rätselhafte Räume, sehen und hören, erinnern sich oder unterliegen Erinnerungstäuschungen." 

Zusammenfassung


Im ersten Band seiner Untersuchung hatte Deleuze das Bewegungs-Bild
betrachtet, das nur ein indirektes Bild der Zeit gibt: die Zeit
entsteht durch Sukzession, durch das Vorher und Nachher der Bewegungen,
zusammengehalten durch ein sensomotorisches Band, ablesbar an
der Technik der Montage. Etwa seit 1945, mit der Krise des Aktionsbildes
im amerikanischen Kino und dem Aufkommen des italienischen Neorealismus,
lockert sich dieses Band immer weiter, die sensomotorischen Situationen
weichen rein optischen und akustischen. Bilder und Töne
verselbständigen sich, werden »Denkbilder«, müssen
»gelesen« werden. Das Zeit-Bild hebt das Bewegungs-Bild
nicht auf, es befreit nur die Zeit ihrer Abhängigkeit von
der Bewegung. Die Zeit ist nicht mehr das bloße Derivat
der Bewegung, sie wird vielmehr unmittelbar dargestellt. Die
Akteure agieren nicht mehr, die Handlung bleibt in der Schwebe,
und in das Intervall bricht die Zeit ein; die Personen bewegen
sich scheinbar ziellos durch rätselhafte Räume, sehen
und hören, erinnern sich oder unterliegen Erinnerungstäuschungen.


Von Gilles Deleuze (1925-1995) sind im Suhrkamp Verlag zuletzt
erschienen: Foucault, 1987 und 1992 (stw 1023); Die
Falte. Leibniz und
der Barock, 1995

 

Autoreninfo

Deleuze, Gilles
Gilles Deleuze wurde am 18. Januar 1925 in Paris geboren und starb am 4. November 1995 ebenda. Er verbrachte fast die gesamte Zeit seines Lebens in Paris. Während des Zweiten Weltkriegs besuchte er das Lyc‚e Carnot sowie für ein Jahr die Eliteschule Henri IV. Deleuze studierte von 1944 bis 1948 Philosophie an der Sorbonne. Während der 1950er Jahre lehrte Deleuze an verschiedenen Gymnasien. 1957 trat er eine Stelle an der Sorbonne an. Er hatte bereits sein erstes Buch über David Hume veröffentlicht. Deleuze beschäftigte sich insbesondere mit der Kritik am Rationalismus und der Wesenslehre. Von 1960 bis 1964 hatte Deleuze eine Anstellung am Centre national de la recherche scientifique. Während dieser Zeit beschäftigte er sich mit Nietzsche und Henri Bergson und veröffentlichte Nietzsche und die Philosophie. Er schloss eine enge Freundschaft mit Michel Foucault und gab mit ihm zusammen die kritische Gesamtausgabe von Friedrich Nietzsche heraus. Von 1964 bis 1969 war er Professor an der Universität von Lyon. Im Jahr des Pariser Mai 1968 reichte er seine Dissertation Differenz und Wiederholung und seine Zweitthese Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie ein. Nachträglich wurden diese Arbeiten als erste und fruchtbarste Versuche erkannt, die Studentenrevolte philosophisch zu begreifen. Von 1969 bis 1987 war er Dozent an der Reformuniversität Paris VIII. Wegen einer schweren Atemwegserkrankung, an der Deleuze seit Jahrzehnten gelitten hatte, beging er am 4. November 1995 Selbstmord. 

Mehr vom Verlag:

Suhrkamp Verlag AG

Mehr vom Autor:

Deleuze, Gilles

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 456
Sprache: Deutsch
Erschienen: April 2012
Auflage: Neuauflage
Originaltitel: Cinéma 2. L'image-temps
Maße: 179 x 110 mm
Gewicht: 271 g
ISBN-10: 351828889X
ISBN-13: 9783518288894

Bestell-Nr.: 53333 
Libri-Verkaufsrang (LVR): 126539
Libri-Relevanz: 4 (max 9.999)
 

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Warengruppe: 27330 

KNO: 06510051
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KNO-SAMMLUNG: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1289
KNOABBVERMERK: 8. Aufl. 2002. 453 S. 177 mm
Einband: Kartoniert
Auflage: Neuauflage
Sprache: Deutsch

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